ärztetarif

Arzttarif

Der vorliegende Tarifvertrag gilt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte. Mit dem neuen Tarif für Ärzte wird eine wesentliche Barriere überwunden. Der FMH-Arztverband und die Krankenkasse Curafutura haben sich auf eine Vorbereitungsphase für einen neuen Arzttarif eingelassen. Dies ist eine bedeutende Phase, aber Sie sind noch weit von der Ziellinie entfernt. In den Tarifverhandlungen über einen neuen Tarif für die ambulanten medizinischen Dienste (Tarmed) sehen sich zwei unterschiedlich interessierte Kooperationspartner gegenüber.

Mediziner konzentrieren sich auf die Versorgung von Patientinnen und Patientinnen, während die Kassen die Ausgaben in den Vordergrund stellen. Jetzt haben sich der FMH-Ärzteverband und die Krankenkasse Curafutura auf eine Vorbereitungsphase für einen neuen Gesundheitstarif eingelassen. Sie regelt das Verhältnis des Gewichts der individuellen Vorteile untereinander. Die aktuellen Tarife basieren auf Angaben aus den 90er Jahren.

Nachdem der medizinischer Erkenntnisfortschritt die Operation seitdem stark vorangetrieben hat, der Tarif aber nie angepaßt wurde, werden bestimmte Vorteile nun überkompensiert. Zugleich gibt es auch zu preiswerte Medizin. Jetzt haben sich Mediziner und Krankenversicherungen auf ein Baugerüst verständigt und sind in eine bedeutende Phase getreten. So kämpfen die Sozialpartner seit langem um das Bruttoverdienst der Mediziner (einschließlich Dienstgeber- und Arbeitnehmerbeiträge), das die Grundlage für die neue Tarifgestaltung bildet.

Sie einigten sich auf 229'000 Francs pro Jahr, das sind 22'000 Francs mehr als im aktuellen Tarif. Insbesondere die Beschränkung der Sozialleistungen ist kontrovers. Solche Restriktionen hat der Bund für seine Tarifintervention, zum Beispiel für Dienstleistungen in Anwesenheit des Betroffenen, erlassen und damit die Verärgerung der Mediziner verursacht.

Bei den Versicherern dagegen sind Beschränkungen ein Mittel zur Kostenkontrolle. Diese Phase wollen die Gesprächspartner bis zum Frühling 2019 abschließen. Sie müssen jedoch damit gerechnet werden, dass der Bund früher oder später wieder eingreift und einen neuen Tarif festlegt. Mit den vom Bundsrat initiierten Gesprächen über weitere Kostensenkungsmassnahmen dürfte auch die Stimme innerhalb der FMH verstärkt worden sein, die einen Arztbeitrag für angebracht hält.

So hat der Bund seine frühere Haltung zur Verabschiedung von Kollektivverträgen abgeändert, wie er in seiner Stellungnahme zu einem postulierten Anliegen des ehemaligen Nationalrates Christophe Darbellay mitteilt. Damit muss die Mehrzahl der Dienstleister und Versicherungen keine Tarifgestaltung mehr zur Zustimmung durch den Bund vorlegen. Er könnte auch einen Kollektivvertrag überprüfen, der nicht von der Mehrzahl der Tarifvertragsparteien vorgelegt wurde, und die Kollektivstruktur durch Verordnungen einzuführen.

Weil der Krankenversicherungsverband nicht in die Verhandlung einbezogen ist, stellt Curafutura nur eine - wenn auch bedeutende - Minorität von rund 44 Prozentpunkten der Versicherungsnehmer dar. Wenn die Tarifvertragsparteien auch die Endphase auf dem Weg zur fertiggestellten Tarifgestaltung managen, beabsichtigen sie, diese dem Bund vorzulegen - vorbehaltlich der Zustimmung der entsprechenden Vereine.

Inwieweit sich die Mediziner auf einen neuen Tarif einigen, der klimaneutral ist, ist jedoch sehr umstritten. Die neue Tarifierung bringt für Mediziner Gewinner und Verlierer.

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