Beitragsentwicklung Private Krankenversicherung

Prämienentwicklung Private Krankenversicherung

Verein der Privatkrankenkasse e.V. Sie muss auch nach vorne blicken und die Beitragszahlungen der jugendlichen Versicherungsnehmer so kalkulieren, dass die altersbedingten Kostenerhöhungen der zukünftigen Entwicklung berücksichtigt werden. Grundlage dafür ist der aktuelle Leistungsaufwand älterer Versicherter. Es ist daher notwendig, die Beitragszahlungen regelmässig zu überprüfen.

Für die Krankenversicherung sind folgende krankenversicherungsrelevante Einflussfaktoren ausschlaggebend, d.h. sie führen zu einem Anstieg und gelegentlichen Rückgang der Prämien: neue Diagnose- und Behandlungsverfahren aufgrund des ärztlichen Fortschritts, Änderungen (in der Regel Erhöhungen ) der Quantität und des Preises von ärztlichen Dienstleistungen, Änderungen der Lebensdauer, die in der Sterblichkeitstabelle ausgewiesen sind.

Deine Ausgaben sind zum Berechnungszeitpunkt nicht bekannt und können erst später berechnet werden. Sie kann zum Berechnungszeitpunkt ebenfalls nicht vorhergesagt werden. Mit neuen Behandlungs- und Diagnoseverfahren und einer Erhöhung des Leistungsumfangs steigen die Versichertenleistungen. Daher ist es erforderlich, den Beitrag auf der Grundlage der neuen Kostenangaben neu zu berechnen.

Die Beitragsanpassung ist keineswegs beliebig, sondern erfolgt nach eindeutigen Rechtsvorschriften, vor allem dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) einschließlich der Berechnungsverordnung (KalV) und dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Weichen die tatsächlich erbrachten Leistungen eines Tarifes bei der Jahresinspektion um mehr als zehn Prozentpunkte von der Berechnung ab (sogenannter Auslösefaktor), müssen die Prämien nachgerechnet werden. Für einzelne Unternehmen kann dieser Wert auf fünf Prozentpunkte reduziert werden, was in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Versicherungen festgehalten ist.

Aufgrund dieser vorgegebenen Grenzwerte kann es passieren, dass der Beitragssatz für einige Jahre konstant ist, dann aber stark ansteigt, da die Kostenerhöhungen in der ärztlichen Betreuung in den Vorjahren in einem Arbeitsgang aufgeholt werden müssen. Dies muss der Versicherte nach dem Recht durch eine stärkere Selbstvorsorge kompensieren - seine Beitragshöhe erhöht sich. Die Ergebnisse der Prüfung der Beiträge müssen einem externen Kuratorium vorgelegt werden.

Private Kranken- und Pflegeversicherungen schaffen vorsichtshalber Alterungsreserven, um sicherzustellen, dass die Nutzung von Gesundheitsdienstleistungen mit zunehmendem Alter steigt. Die Versicherungsprämie wird so berechnet, dass sie in jungem Alter über den tatsächlichen Leistungsansprüchen liegt. In Summe betragen die Altersvorsorge 233 Milliarden EUR (Stand Ende 2016), was etwa neun jährlichen Ausgaben in der Krankenversicherung ausmacht.

Prämienanpassungen können nur auf der Grundlage der oben beschriebenen Fakten und Verfahren vorgenommen werden. Bei jedem Tariffeld muss die Gesamtheit aller erwarteten Leistungsaufwendungen der Gesamtheit der Beitragseinnahmen und der Altersvorsorge entsprechen. Übersteigen die Ausgaben für Leistungen das berechnete Maß, muss nicht nur der Anteil, sondern auch der Anteil mit den Altersvorsorgeleistungen angehoben werden.

Das bedeutet, dass bei einem Anstieg der Leistungsausgaben um X Prozentpunkte die Beiträge für bestehende Verträge nicht um X Prozentpunkte, sondern um X plus Y Prozentpunkte ansteigen, da es auch erforderlich ist, die Altersvorsorge "aufzufüllen". Mit zunehmendem Alter der Versicherten sinkt die Zeit für diesen "Nachschub", so dass die dafür notwendige Prämie dementsprechend hoch sein muss.

Infolgedessen mussten die Sachkosten regelmässig refinanziert werden, was insbesondere aufgrund des bereits dargestellten Äquivalenzgrundsatzes zu überproportionalen Prämienanpassungen bei alten Versicherungsnehmern geführt hat. Beispielsweise wurde ein 10-prozentiger Aufschlag auf den Zuschuss zur Vorausfinanzierung des Gesundheitsfortschritts erhoben. Diese wird nach Ansicht des Bundesverbandes der Aktuare erst in der Folgezeit ihre beitragssteigernde Kraft voll entfalten, und zwar für zukünftige ältere Arbeitnehmer, die dann die Prämie über Jahrzehnte hinweg bezahlt haben.

Der Versicherte hat seit dem Gesundheitsreformgesetz der GKV aus dem Jahr 2000 Anspruch auf weitere 90 Prozentpunkte der Verzinsung über dem versicherungsmathematischen Zinssatz und ist für die Beitragszahlungen der über 65-Jährigen zu verwenden. Dies war sehr erfreulich, da die Beitragseinnahmen der über 65-Jährigen danach im Durchschnitt nur noch zwischen 1 und 2 Prozentpunkten pro Jahr anstiegen. Der Beitragsanstieg lag damit unter der Teuerungsrate.

Darüber hinaus sind seit 1996 80 v. H. der erzielten Mehrerträge des Versicherers (z. B. Zinsen auf das Ergebnis des Eigenkapitals, auf die Rückstellung für Beitragsrückerstattung, auf die Schadenrückstellungen; Mehrwerte aus Kostenrechnungen - die in der Regel versicherungstechnisch vorsichtig sind - den Versicherungsnehmern gutgeschrieben zu werden (§ 22 KVAV). Zahlreiche Firmen bieten arbeitgeberbezogene Beitragsbefreiungstarife an. Die Versicherungsnehmerin bezahlt einen Zusatzbeitrag, der verzinst investiert und zu einem späteren Zeitpunkt für eine gesicherte Prämienreduktion genutzt wird.

Mit diesem Stabilisierungsinstrumentarium erhält der Parlamentarier weitere Hebel, um die Prämienzahlungen und die Prämienentwicklung noch konsumentenfreundlicher zu machen. Einerseits sollte der 10%ige Zuschlag flexibler gestaltet werden, um ihn früher zur Glättung der Beiträge nutzen zu können. Dies würde auch die Prämienanpassungen für die "mittelalterlichen" Weine mildern. Zudem ist bekannt, dass die Konsumenten anstelle der irregulären und damit unberechenbaren Prämienanpassungen eine regelmässige und damit niedrigere Prämienanpassung vorziehen.

Dies könnte der Versicherer durch eine Änderung der Beitragsanpassungsvorschriften nachweisen. Mit dem Tarifänderungsgesetz nach 204 VVG hat der Versicherte das Recht, auf jeden anderen Tarifen der Gesellschaft umzusteigen. Die Standardtarife funktionieren so gut, dass die berechneten Prämien dank der Einbeziehung von Altersrückstellungen nahezu immer weit unter der gesetzlich festgelegten Obergrenze liegt.

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