Beitragszahlung Krankenversicherung

Zahlung der Krankenversicherungsbeiträge

Im Falle von pflichtversicherten Arbeitnehmern berechnet der Arbeitgeber die Höhe des Beitrags und zahlt ihn an die Krankenkasse. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu gleichen Teilen. Sie als Selbständiger müssen Ihre Beiträge selbst bezahlen. Die übrigen Beiträge werden an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Für die Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge werden je nach Einkommensart unterschiedliche Beitragssätze verwendet.

Krankenversicherungsbeiträge für Mitarbeiter fallen zurück

Die gesetzlich Krankenversicherten werden ab dem Stichtag 31. Dezember 2019 entlassen, und die Unternehmer bezahlen erneut die Hälfe des Mehrbeitrags. Die gesetzlich Krankenversicherten bezahlen ab dem ersten Tag ihrer Krankenversicherung weniger: Die Unternehmer müssen ab Jahresanfang wieder die Hälfe des Zuschlags aufbringen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) versprach eine Entlastung der Versicherungsnehmer um rund acht Mrd. im Jahr.

Inwiefern werden die gesetzlichen Versicherten befreit? Der durchschnittliche Zuschlag von 1,0 Prozentpunkten zur Krankenversicherung wird derzeit von Arbeitnehmern und Rentnern selbst getragen, ab dem ersten Tag trägt der Unternehmer die hälftige Kosten. Unverändert beträgt der Gesamtbeitragssatz von 14,6 Prozentpunkten; sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Mitarbeiter ist er bereits gleich hoch.

Die Rückführung in die Abgabepflicht bedeutet somit zusätzliche Kosten für die Unternehmer, und die Versicherungsnehmer werden von rund 6,9 Mrd. umgangen. Inwiefern wird den Versicherungsnehmern mehr zuteil? Diejenigen, die pro Kalendermonat 3000 EUR verdienen, bekommen in Zukunft rund 15 EUR mehr pro Jahr. Rentner mit einer Pflichtrente von 1.200 EUR verbleiben rund sechs EUR mehr.

Bei kleinen Selbständigen wie Taxifahrern sind die Mindestbeträge der GKV oft zu hoch. Vollzeit-Eselbstständige bezahlen heute ihre Beitragszahlungen in die gesetzliche Krankenversicherung auf der Grundlage einer Mindestbeitragsbemessung, auch wenn ihr tatsächliches Gehalt geringer ist. Für das Jahr 2018 soll diese Bemessungsgrundlage und damit auch der Mindesteinschuss auf 141,88 statt auf 283,75 EUR pro Kalendermonat um die Hälfte gesenkt werden.

Daraus resultiert ein Mindesteinschuss von 171,28 EUR. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Rückstellungen der GKV auf 19,2 Mia. in Deutschland. Die Ministerin will, dass sie durch Beitragssenkung Gelder an die Versicherungsnehmer auszahlen. Dadurch entsteht nach Angaben des Ministeriums Spielraum für Beitragsreduzierungen zwischen 500 und 750 Mio. im Jahr.

Halbes Halbjahr auch für zusätzlichen Beitrag

In Verbindung mit dem GKV-VEG (kurz GKV-VEG) müssen die Unternehmer ab dem 01.01.2019 zusätzliche Kosten tragen. Von nun an wird der Zuschlag zu je einem Drittel auf den Auftraggeber und den Mitarbeiter umgelegt. Bei der neuen Leistungsverteilung geht es wie folgt vor: Diese wird zum gesetzlichen Beitrag der Krankenversicherung hinzugerechnet und der daraus resultierende Gesamtbetrag wird zu je einem Drittel vom Auftraggeber und vom Mitarbeiter übernommen.

In der Vergangenheit basierte das Sozialversicherungssystem auf dem Prinzip, dass sowohl Angestellte als auch Unternehmer je die eine oder andere Seite der Beitragssumme zahlten. Diese wurde zum Stichtag des Jahres 2005 für den Geltungsbereich der GKV umgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war ein Zusatzbeitrag von 0,9 Prozentpunkten zur Krankenversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Es handelte sich um einen Solidaritätsbeitrag, mit dem die Gesellschafter mehr als die Unternehmer zu den erhöhten Ausgaben für Leistungen beitragen sollten.

Dementsprechend mussten die Mitarbeiter die entsprechenden Beträge selbst zahlen - die Unternehmer waren nicht dabei. Dafür waren die Kassen gezwungen, ihre Tarife um 0,9 %-Punkte zu senken. Die Unternehmen konnten mit dieser Neuregelung 0,45%-Punkte sparen. Bis dahin war eine Paritätsabweichung nur in speziellen Versicherungszweigen oder in der Langzeitpflegeversicherung bekannt: Seit der zweiten Phase der Langzeitpflegeversicherung 1996 mussten die sächsischen Mitarbeiter einen größeren Anteil der Beitragszahlungen leisten als die Unternehmer - sie hatten damals darauf verzichtet, den Bußtag und den Tag des Bettes als arbeitslosen Urlaub zu löschen.

Zwar werden sich rund 55 Mio. Geber über eine Erleichterung von sieben Mrd. EUR oder etwas mehr als 120 EUR pro Einwohner und Jahr erfreuen, für die Arbeitgeber ist die Situation jedoch ganz anders. Im Rahmen der Wiederaufnahme der Vollparität in der Krankenversicherung ab 2019 werden sie mit einer zusätzlichen Belastung von rund 4,9 Mrd. EUR pro Jahr konfrontiert sein.

Letztendlich wird es im Rahmen der neuen Beiträge für die Unternehmer auch aus Kostengesichtspunkten wieder interessant werden, bei welcher Krankenversicherung ihre Beschäftigten sind. Für den Auftraggeber ist die Zugehörigkeit des Arbeitnehmers zu einer Gesundheitskasse ein umfassendes Paket von Leistungen und Einlagen. Hier kann langfristig viel gespart werden - je nachdem, bei welcher Kasse ein Angestellter ist.

Muss ein Unternehmer aufgrund der neuen Leistungsverteilung mehr als bisher zahlen, ist es besonders wichtig, die besten Vorteile zu erzielen. Egal ob Versicherungen, Beitragszahlungen oder Sozialleistungen - unser Firmenkundendienst unterstützt Unternehmer mit beratender Kompetenz in allen Belangen der sozialen Sicherheit. Weil motivierte und kerngesunde Mitarbeiter ein Garantie für höchste Leistungsfähigkeit sind.

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