Die Krankenversicherung

Krankenkasse

Dennoch gibt es viele Menschen, die aus verschiedenen Gründen keine Krankenversicherung haben. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten der medizinischen Versorgung, Medikamente sowie Heilmittel und Hilfsmittel. Informationen über den Krankenversicherungsschutz, der im Krankheitsfall angeboten wird, finden Sie hier. Die Krankenversicherung ist in Deutschland obligatorisch. Der dritte Zweig der Sozialversicherung neben der Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Krankenversicherungshistorie

Sie ist der Ã?lteste Teil unserer jetzigen sozialen Versicherung. Das Krankenversicherungsgesetz wurde am 15.06.1883 vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Bereits mit der Einführung der GKV wurde die Pflichtversicherung oder die Pflichtversicherung eingeleitet. Dabei waren vor allem Menschen, die gegen Entgelt angestellt waren, gegen Krankheiten abgesichert.

Zu diesem Zeitpunkt erbrachte der Dienstleistungskatalog für die folgenden Dienstleistungen: Zur Krankenversicherung gehörten lokale Krankenkassen, Betriebskassen, Bausparkassen, Zunftkrankenkassen, Knappschaft und Stützpunkt. Seit 1911 wurden die rechtlichen Bestimmungen - neben der obligatorischen Renten- und Unfall-Versicherung - in der Reichsversicherungsverordnung (RVO) zusammengeführt. Seit 1914 ist das Krankenversicherungsgesetz der RVO in Geltung und sieht auch die Pflichtversicherung für Bedienstete, Wanderarbeitnehmer sowie Land- und Forstwirte vor.

Zwischen 1933 und 1945, der Zeit des Nazionalsozialismus, wurde die Eigenverwaltung der GKV aufgedeckt. Die Tatsache, dass den Kassen staatliche Führungskräfte zugeteilt wurden, veränderte die Gestaltung, die Finanzen und die Betreuung grundlegend. Seit 1941 wurde jedoch die Krankenversicherung für Pensionäre (KVdR) eingerichtet, die bis heute besteht. Nach der Gründung der BRD wurde 1952 die Eigenverwaltung der Krankenversicherungen wieder aufgenommen oder wiederhergestellt.

Sie wurde kontinuierlich ausgebaut und an soziale, politische und ökonomische Veränderungen angepaßt. 1970 wurde das Lohnunterhaltsgesetz verabschiedet. Erstmalig regelt dieses Recht eine Lohnfortzahlungspflicht für Unternehmer im Krankheitsfall und stellt Arbeitnehmer und Angestellten gleich. Der konjunkturelle Aufschwung hat in den 1970er Jahren zu einer Verbesserung des Leistungsverzeichnisses der GKV geführt.

Unter anderem wurden das Leistungssteigerungsgesetz und das Sanierungsgesetz verabschiedet und die Pflichtversicherung auf selbständige Bauern, Studierende, Behinderte unter Schutz stehende Institutionen sowie auf Kunstschaffende und Pressesuchende ausgedehnt. Am 1. Januar 1989 wurde das bisher in der Reichsversicherungsverordnung geregelte Gesundheitsversicherungsrecht im Zuge des Gesundheitsreformgesetzes (GRG) in das SGB (Fünfter Teil) aufgenommen.

Mit dem SGB V wurden auch bisher der GKV unbekannte Angebote zur Gesundheitsförderung, Krankheitsfrüherkennung und Sozialleistungen bei erhöhtem Pflegebedarf aufgenommen. Seit dem 01.01.1991 wurde das Krankenversicherungsgesetz durch die Vereinigung auf die neuen Länder ausgedehnt. Die wichtigsten Neuerungen der GKV sind nachfolgend aufgelistet und kurz erläutert: Diese Gesundheitsreform sah ein Sonderkündigungsrecht für die Versicherungsnehmer vor, das Krankheitsgeld wurde von 80% auf 70% des Standardlohns gekürzt.

Das Gesundheits-Modernisierungsgesetz (GMG) hat Dienstleistungen aus dem Leistungsverzeichnis der GKV herausgenommen. Damit wurden das Todesfall-, das Geburtsgeld und, soweit möglich, der Leistungsanspruch auf Sehhilfe abgeschafft. Darüber hinaus wurde die Zuzahlungsfreiheit neugeregelt und eine Anzahl von Selbstbeteiligungen an die Dienste der GKV eingebracht, z.B. die Praxisgebühr und die Selbstbeteiligung an der Haushalthilfe.

Bei Zahnprothesen wurden diagnosebezogene Festbeträge gewährt. GKV-WSG ist das bisher umfangreichste Reformprojekt in der Unternehmensgeschichte der GKV. Der Solidaritätsgrundsatz existiert in der GKV seit ihrer Auflegung. Das heißt unter dem Stichwort "Einer für alle, alle für einen", dass jeder Versicherungsnehmer nach seiner Finanzkraft beiträgt, die Leistung aber nach Bedarf erbracht wird.

Dadurch hebt sich das Verfahren grundsätzlich von der auf dem Prinzip der Äquivalenz basierenden PKV ab. Durch das in der GKV geltende Solidaritätsprinzip (auch: Solidaritätsprinzip) ist die versicherte Gemeinschaft eine Gemeinschaft der Solidarität. Dies bedeutet, dass die Hoehe der Beitraege oder der zu zahlenden Krankenkassenbeitraege von der Einkommenshoehe abhaengt (sog. Effizienzprinzip).

Jede Person ist nicht allein für sich selbst zuständig. Die geltenden Regeln für freiwillige Krankenversicherte, bei denen die Beitragsberechnung ebenfalls auf der Grundlage eines vorgeschriebenen Mindestbeitrags erfolgt, stehen ebenfalls im Widerspruch zum Solidarität. Die Berechnung des Krankengeldes erfolgt auf der Grundlage der versicherungspflichtigen früheren Einkünfte. Insofern gibt es auch in der GKV Bestandteile des Gleichstellungsprinzips. Mit steigendem Gehalt oder beitragspflichtigem Gehalt steigt das Krankheitsgeld und umso mehr.

Hinzu kommt eine erhöhte wirtschaftliche Last für die kranken Versicherungsnehmer oder die Versicherungsnehmer, die die Dienste der GKV in anspruch nehm haben. Denn für den überwiegenden Teil der Leistung ist eine zusätzliche Zahlung vereinbart. Da die Heilungskosten bis zu einem gewissen Umfang oder bis zu einem gewissen Grad von der Versicherungsnehmerin zu tragen sind, tritt die Solidarität nur dann ein, wenn eine einzelne Person überlastet ist.

Das Solidarprinzip führt zu Verteilungseffekten innerhalb der Versicherungsgemeinschaft der GKV. So gibt es Versicherungsnehmer, die mehr in die Krankenversicherung einbringen, als sie in den Leistungsanspruch einbringen; das sind die so genannten Nettoregulierer. Auf der anderen Seite gibt es Versicherungsnehmer, die mehr Leistung in Anspruch genommen haben oder mehr Geld haben als sie in Prämien bezahlen; dies sind die so genannten Nettonutznießer.

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