Haftpflicht bei Kindern

Haftung für Kinder

Deshalb sind Kinder auch während des Studiums und der Ausbildung versichert. In der Natur spielen zwei Kinder. Versichert sind auch die gesetzlichen Haftungsansprüche der zu betreuenden Kinder.

In den seltensten Fällen haftet ein Elternteil für seine Nachkommen.

Von wem wird der Schaden bezahlt? In der Tat sind in den seltensten Ausnahmefällen Erziehungsberechtigte für ihre Nachkommen. Für das, was sie tun, ist jeder haftbar, auch ein Kleinkind - egal, ob es gegen das Urheberrecht verstößt oder eine Mauer als Sprühgerät einspritzt. Gemäß Art. 19 des Bürgerlichen Gesetzbuches sind Minderjährige für ihre unerlaubte Handlung haftbar, wenn sie in der Lage sind zu beurteilen.

Ist also ein Kleinkind entscheidungsfähig, muss es einen Schadensersatz nachweisen. Als wertfähig wird ein Kleinkind angesehen, wenn es die Konsequenzen seines Tuns erkennt und danach handeln kann. "Man kann als Faustformel festhalten, dass Minderjährige dort beurteilt werden können, wo sie sich ihrem Lebensalter gemäß ungehindert fortbewegen können", erläuterte Rechtsanwalt Hardy Landolt in einem Zeitungsinterview.

Oftmals wird Kindern ab neun Jahren ein Urteilsvermögen zugeschrieben, weil sie von nun an in der Lage sein sollen, unkomplizierte Verbindungen zu erfassen. "In einem Stall kann es brennen, wenn ich Zündhölzer zünde", wird zum Beispiel als simple Verbindung betrachtet. Wenn es um die Haftung des Kindes geht, ist nicht nur die Fähigkeit zu urteilen ein wesentliches Entscheidungskriterium.

Vorraussetzung für einen Schadensersatz ist auch, dass das betroffene Produkt entweder absichtlich oder " aus unverschuldeter Nachlässigkeit " auftritt. Dieser Fehler wird in der Regel für Kinder unter 14 Jahren als relativ niedrig eingestuft. Mit zunehmender Fehlerquote sinkt der Prozentsatz des Schadensfalls, den das Kleinkind zu tragen hat. Der Betrachter berichtet von zwei elf und fünfzehnjährigen Knaben, die mit einem Drache auf dem Schulgelände spielen.

Die beiden Söhne hätten die Gefahren übersehen sollen, so das Landgericht, und deshalb die Jungs für verurteilungsfähig befunden. Weil die Kleinen den Unglücksfall aber nicht vorsätzlich verursacht hatten, mussten sie nur die Hälfte des Schadens zahlen. In den seltensten Fällen haben sie so viel Kapital, dass sie für Schadenersatzforderungen benötigt werden.

Durch diese Verlustbescheinigung kann der Verletzte die Kleinen später verklagen, sobald sie mehr einnehmen. "â??Die Erziehungsberechtigten sind nur haftbar, wenn sie ihr Kleinkind nicht ausreichend und altersgerecht betreut habenâ??, so die Standesamtverwaltung des Kantons St. Gallen. "In der jüngsten Entscheidung zu diesem Punkt stellte das Gericht fest, dass ein Familienvater nicht für seine beiden drei- und fünffachen Söhne verantwortlich ist, die zusammen auf einer ebenen Piste schlitten, eine alte Dame töteten und verletzen", so die Beobachterin.

"Der Familienvater hatte seine Überwachungspflicht dadurch wahrgenommen, dass er an der Abfahrt gewartet und die Ereignisse beobachtet hatte. "Wenn in einem solchen Falle die Kleinen noch nicht urteilen können und die Erziehungsberechtigten sie ausreichend betreuen, muss der Betreffende den entstandenen Sachschaden selbst tragen. Grundsätzlich nimmt die Überwachungspflicht der Erziehungsberechtigten mit steigendem Lebensalter ab.

Wenn Sie Ihrem Baby jedoch den Zutritt zu Gefahrgut wie Luftgewehre oder Bögen und Pfeile gestatten, können Sie die Überwachungspflicht verletzen, auch wenn das Baby schon etwas länger ist.

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