Krankenversicherung Arbeitnehmer

Mitarbeiter-Krankenversicherung

Der Großteil der Mitarbeiter ist in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Der Krankenversicherungsbeitrag für Mitarbeiter wird anteilig vom Bruttolohn erhoben. Ein Beispiel: Für die Mitarbeiter wird die Höhe ihrer Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Prozentsatz ihrer Vergütung berechnet. Bei der Krankenversicherung gibt es jedoch eine Versicherungspflichtgrenze (Jahresverdienstgrenze).

Krankenversicherungsbeitrag

Die Mitarbeiter sind zum Abschluss einer obligatorischen Krankenversicherung verpflichtet, wenn sie nicht mehr als 59.400 EUR pro Jahr (4.950 EUR pro Monat) einnehmen. Die Arbeitgeberin zahlt die Hälfe dieses Beitrag. Das Krankenversicherungsentgelt wird als Prozentsatz des sozialversicherungspflichtig erworbenen Bruttolohns berechnet. Das bedeutet, dass die Summe des eigentlichen Krankenversicherungsbeitrags für jeden Mitarbeiter einzeln unterschiedlich ist. Dies betrifft jedoch nur das Monatseinkommen bis zu einem Höchstbetrag von 4.425 EUR, die so genannte Beitragsbemessungsgrenze. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Beitragsbemessungslimit.

Diejenigen, die gleichzeitig in mehr als einem Beruf arbeiten, bezahlen auf ihr gesamtes Gehalt einen Beitrag - aber nicht mehr als 4.425 EUR pro Monat. Ausnahmen: Hauptangestellte, die auch einen Kleinjob machen, müssen für den Kleinjob keine Krankenversicherungsbeiträge aufbringen.

Gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherung für Mitarbeiter

Dazu gehört, dass jeder Staatsbürger eine Krankenversicherung hat. Die Mitarbeiter sind in der Regelfall der Pflichtversicherung der GKV unterstellt. Für die medizinische Versorgung ihrer Patienten sorgen die GKV. Dazu gehören beispielsweise das gesetzliche Lohnfortzahlungssystem bei längerer Erwerbsunfähigkeit, die jährlichen präventiven medizinischen Untersuchungen und die anerkannten Therapien im Erkrankungsfall. Zusätzlich bietet die Krankenkasse einzelne Zusatzdienstleistungen an.

In der gesetzlichen Krankenversicherung besteht der Betrag aus dem allgemeinen Tarif und einem Zuschlag für jede einzelne Krankenkasse. Die allgemeinen Beitragssätze betragen aktuell 14,6 Prozentpunkte des Rohertrags. Dabei ist der Auftraggeber zu 50 Prozentpunkten dabei. Damit müssen die Mitarbeiter 7,3 Prozentpunkte selbst aufbringen. Ein reduzierter Tarif von 14,0 Prozentpunkten wird für Mitarbeiter gewährt, die keinen Leistungsanspruch haben, wie z.B. Pensionäre, die eine Teilzeitbeschäftigung haben.

Von diesem Betrag zahlt der Auftraggeber 7,0-prozentig. Ab 2019 wird sich auch der Auftraggeber an der halben Höhe dieses Betrages beteiligen. Die zusätzliche Beteiligung beläuft sich auf durchschnittlich 1,0 Prozentpunkte (ab 2018). Diejenigen, die mehr verdienen, müssen keine Beitragszahlungen auf das über dieser Obergrenze liegende Gehalt leisten. Bei der Beitragsbemessung gilt derzeit eine Einkommensschwelle von 53.100 EUR brutto Jahresgehalt.

Dabei ist die Einkommensgrenze nicht mit der Jahreseinkommensgrenze (Pflichtversicherungsgrenze) zu vermischen. Letzteres bestimmt das Gehalt, aus dem die Mitarbeiter in die PKV überwechseln können. Bei der Beitragsbemessung und der Jahresvergütung werden die Beitragsbemessungsgrenzen jährlich an die Gehaltsentwicklungen in Deutschland angepaßt. Die Mitarbeiter haben ab einem gewissen Jahressalär die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung.

Alle Mitarbeiter, deren Verdienst unter der derzeitigen Jahresverdienstgrenze von 59.400 EUR liegen, sind in der GKVpflichtig. Arbeitnehmer mit höherem Verdienst sind nicht sozialversichert, d.h. sie können entweder in die private Krankenversicherung übergehen oder im GKV-System auf freiwilliger Basis nachrücken. Mitarbeiter, die z.B. nach einer Lohnerhöhung versicherungslos werden, verbleiben selbstständig bei ihrer GKV.

Wenn Sie in die Privatkrankenversicherung übergehen wollen, müssen Sie bei Ihrer Krankenversicherung eine Rücktrittserklärung einreichen und einen Vertrag mit einer Privatversicherungsgesellschaft abschliessen. Wenn Sie die GKV verlassen, verlassen Sie auch die GKV. Der Grund dafür ist, dass eine Wiedereingliederung in die GKV für Arbeitnehmer nur unter gewissen Bedingungen möglich ist - zum Beispiel, wenn ihr Gehalt die Jahresverdienstgrenze wieder unterschreitet und sie die Altershöchstgrenze von 55 Jahren noch nicht überschritten haben.

Ob willentlich rechtlich oder pflichtversichert: Jeder Mitarbeiter hat das Recht, seine Krankenversicherung zu ändern. Dazu muss er bei seiner jetzigen Versicherung 18 Monate lang mitversichert gewesen sein. Erhöht die Krankenversicherung ihren Zuschlag, gibt es ein Vorkaufsrecht. Jeder, der beispielsweise einen Optionstarif mit Franchise abschließt, ist drei Jahre lang an seine Krankenversicherung bindet.

Weil die Krankenversicherungen unterschiedliche Zuschläge fordern, können die Versicherten durch den Umstieg auf eine günstigere Versicherung Geld einsparen. Eine Veränderung rechnet sich nicht nur finanziell: Auch die Gesundheitskassen differenzieren sich in ihren willentlichen Mehrleistungen. In vielen Krankenversicherungen gibt es z.B. Sonderwahltarife und Boni oder Subventionen, die über den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsumfang weit hinausgehen. Für die Krankenkasse gibt es eine Reihe von Möglichkeiten.

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