Krankenversicherung Bewertung

Bewertung der Krankenversicherung

Für die Ermittlung der Kapitalanforderungen aus dem Underwriting der Krankenversicherung hat sich die so genannte "inflationsneutrale Bewertung" etabliert. System, nach dem ambulante und pflegende Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden. Der Fonds ist in diesem Jahr keine unserer Empfehlungen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Die Produkte finden Sie im Bereich "Reisekrankenversicherung" der Stiftung Warentest. Bei der R+V Krankenversicherung AG handelt es sich um einen kleinen Anbieter von privaten Krankenversicherungen (PKV) aus Wiesbaden.

Inflations-neutrale Bewertung in der Krankenversicherung

Für die Bestimmung der Kapitalanforderungen aus dem Underwriting der Krankenversicherung hat sich die so genannte "inflationsneutrale Bewertung" durchgesetzt. Damit steht den Betrieben eine Bewertungsmethode zur VerfÃ?gung, die den besonderen Charakters der Krankenversicherung in Bezug auf die Lebensweise berÃ?cksichtigt und auch dem ursprÃ?nglichen Anspruch von Solvency II entspricht - die Umsetzung so einfach wie möglich zu gestalten.

Ausgangsbasis für die Bestimmung des Kapitalbedarfs in der Krankenversicherung ist die Aufstellung einer Verkehrswertbilanz. Im Gegensatz zum handelsrechtlichen Rechnungslegungsansatz, der eine sorgfältige Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfordert, verfolgt Solvency II den Best-Estimate-Methode. Mit der Bestimmung einer bestmöglichen Schätzung auf der Verbindlichkeitenseite geht die Erfordernis einer erneuten Bewertung der technischen Verbindlichkeiten einher.

Darüber hinaus verlangt Solvency II, dass alle versicherungstechnischen Risiken einer realistischen Bewertung unterzogen und angemessen mit Eigenkapital unterlegt werden. Um die aus den Verpflichtungen der Krankenversicherung resultierenden krankenversicherungstechnischen Risken zu quantifizieren, wurde eine Aufteilung in drei Sub-Risken durchgeführt, die wiederum in eine Vielzahl von Sub-Risken übergehen (Abb. 1). Diese Einteilung führt für die Krankenkassen zu einer deutlichen Überlegenheit des VT-Risikos Kranken "nach Lebensart (SLT)".

In der Theorie könnte die Privatkrankenversicherung nun die Eigenkapitalanforderung nach Solvency II nach den für die Lebens- und Sachversicherungen anwendbaren Verfahren bestimmen. Allerdings weicht die Krankenversicherung in Deutschland deutlich von der tatsächlichen Lebensversicherung ab. Im Gegensatz dazu ist der Krankenversicherer die so genannte Prämienanpassungsklausel nach Lebensart bekannt. Diese vertragsgemäße Regelung ermöglicht es den privaten Krankenversicherungen, verhältnismäßig schnell (unter angemessenen Bedingungen) auf Änderungen der so genannten Berechnungsgrundlagen durch Anhebung oder Absenkung der Prämie zu antworten.

Den Berechnungen liegen die Prämissen zu Mortalität, Stornierung, medizinischen Kosten, (Betriebs-)Kosten und - sehr deutlich - auch zum versicherungsmathematischen Zinssatz zugrunde. Die Verantwortlichkeit wird auf den Verband der Privatkrankenversicherer übertragen, der sie nach den Spezifikationen der EIOPA weiterentwickeln wird. Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Prämisse, dass zusätzliche Outgoing-Cashflows aufgrund der Kostensteigerung durch zusätzliche Incoming-Cashflows aufgrund von Prämienanpassungen ausgeglichen werden.

Durch die Anpassungsmöglichkeit ändert sich auch, dass Änderungen der versicherungsmathematischen Risken im Rahmen des Modells zum Teil nur vorübergehend die erwarteten Cashflows verändern. Andererseits werden permanente Änderungen aufgrund von Bestandsveränderungen permanent berücksichtigt. Der Leitfaden zur inflationsneutralen Bewertung (InfBew) ist nicht verbindlich, wird aber von der Mehrzahl der Krankenkassen zur Bestimmung der Solvenz herangezogen.

In der Zwischenphase für die Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen aus den vorgenannten Subrisiken nach Lebensart sind folgende Voraussetzungen zu beachten: Unter Solvency II sind, wie bereits angesprochen, die vorsichtig berechneten regulatorischen Altersvorsorgebestände nach bester Schätzung zu schätzen. Daher werden in InfoBew zunächst die operativen Cashflows mit entsprechenden risikofreien Zinskurven abgezinst und automatisierte Zinserträge, die sich aus einem umsichtigen Umgang mit dem Diskontsatz nach HGB ergeben, aus der Ermittlung entfernt.

Für die Unternehmen ist es von entscheidender Bedeutung, dass an dieser Position Cashflows erster Ordnung einbezogen werden können. Aufgrund der vereinfachten InfBew-Methode sind keine stochastischen Modellierungen zur Bestimmung von Zahlungsflüssen zweiter Ordnung notwendig. Aufgrund der Anpassungsmöglichkeit des Rechnungszinses in der privaten Krankenversicherung ist dies bei der Abzinsung neuer Cashflows zu berücksichtigen, was zu einem weiteren enormen Kostenaufwand führt.

Daher verwendet die Firma eine Annäherungsweise, mit der eine theoretisch mathematische Angleichung ihrer Versicherungsportfolios nach Lebensart vermieden werden kann. Allerdings wird durch die Annäherung ein höherer Kapitalbedarf verursacht, der von den Gesellschaften aus Gründen der Praktikabilität anerkannt wird. Daraus resultiert die so genannte Neubewertungsrückstellung. Die bestmögliche Schätzung soll auch die künftige Wertentwicklung der Überschussanteile der Versicherten widerspiegeln.

Mit Hilfe des InfoBew können aus dem Bilanzierungsansatz und der neuen diskontierten oder aufgewerteten Bestimmung realistische Parameter ermittelt und damit auch die Gewinnbeteiligung aufgewertet werden - mit der Aussicht auf zukünftige Änderungen der Beteiligung. Zusammen mit der Neuberechnung der technischen Rücklagen und einer ausdrücklichen Risikomarge ist dies die Grundlage für die Aufstellung der Verkehrswertbilanz.

Solvency II macht es neben der Ermittlung einer Verkehrswertbilanz auch notwendig, versicherungstechnische Risken abzudecken. Zu jedem Stress-Szenario sind die Änderungen der best geschätzten Cashflows zu ermittlen und deren Auswirkungen auf die Gewinnbeteiligung zu ermittlen. Auch hier bietet der InfoBew ungefähre Methoden, die beispielsweise den Stoß "Erhöhung der Mortalität" berücksichtigen, um Schäden aus der Beitragsreduzierung (vor und nach Anpassung an die neue Sterblichkeitsrate) sowie die Veränderung der Ergebnisse aus der Erhöhung der Erbschaft aufzuzeichnen.

Somit errechnet sich der Kapitalbedarf pro Stress-Szenario aus dem Dreieck der neu bewerteten Rückstellung einschließlich der Gewinnbeteiligung unter Best Estimate und Stresshypothesen. Der Gesamtkapitalbedarf setzt sich letztendlich aus der Addition der individuellen Kapitalanforderungen der jeweiligen Stress-Szenarien unter Einbeziehung der jeweiligen Risikokorrelationen zusammen. Ähnlich wie die Lebenserstversicherung hat auch die inländische Krankenversicherung die Möglichkeit, die Gewinnbeteiligung im Stress-Szenario zu korrigieren und damit den Kapitalbedarf zu senken.

Wesentlich stärkeren Einfluss hat jedoch die Berücksichtigung der Möglichkeiten von Beitragsanpassungen und der daraus resultierenden Anpassung der technischen Rückstellungen - insbesondere bei Änderungen der Zinssätze. Bei den Krankenversicherungstarifen, die ohne Altersvorsorge berechnet werden, sind die Zuteilungsregeln derzeit nicht wirklich aussagekräftig. Allerdings entsprechen die für die Solvabilitätsanforderung geltenden Prozeduren, wie sie für GFS-Tarife anwendbar sind, in der Regel nicht den "Verlusttarifen" der inländischen Krankenkassen.

Eine neue Fassung des InfoBew, die den Betrieben ab 2014 zur VerfÃ?gung steht, berÃ?cksichtigt auch die Besonderheiten der Verlusttarife in der Privatkrankenversicherung. Der Solvabilitätsbedarf kann nun auch für diese Form des Krankenversicherungstarifs mit Unterstützung des InfoBew ausreichend bestimmt werden, so dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden kann, ob sich der Kapitalbedarf dadurch verringern kann.

Allerdings erkennen Firmen mit internem Modell den Nutzen weniger in der Reduzierung des Kapitalbedarfs als mehr in der Gewinnung von mehr Planungs- und Kontrollinformationen aus den Resultaten ihrer Werkzeuge.

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