Krankenversicherung Teurer

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Eins muss klar gesagt werden: Die private Krankenversicherung im Alter wird nicht teurer, weil der Versicherte älter wird! Die private Krankenversicherung ist zu teuer - was tun? Die private Krankenversicherung steht oft im Mittelpunkt der Kritik, weil sie zu teuer ist. Dein Beitrag zur privaten Krankenversicherung steigt massiv an. Der private wird im Alter viel teurer.

GKV: Für Besserverdienende ab 2018 teurer

Mitarbeiter mit einem höheren Gehalt müssen sich 2018 auf die steigenden Beitragssätze zu den GKV s umstellen. Grund dafür ist, dass die Höchstgrenze für das Bruttoverdienst, ab der keine weiteren Krankenversicherungsbeiträge entstehen, erhöht wird. Zugleich müssen Mitarbeiter, die in die PKV einsteigen wollen, 2018 mehr einnehmen. Daher ist es für Hochverdiener lohnenswert, noch vor Ende 2017 zu prüfen, ob ein Wechsel von der Pflicht- zur privaten Krankenversicherung Sinn macht.

Tatsächlich ist es nicht ganz fair: Während die PKV einkommensunabhängig für Selbständige, Beamte und Studenten offen ist, dürfen Mitarbeiter nur dann von der GKV in eine Privatkrankenversicherung wechsel. Anfang 2018 wird diese gesetzliche Versicherungsgrenze von 57.600 EUR pro Jahr auf 59.400 EUR angehoben.

So kann jeder, der zwölf Löhne pro Jahr erhält, erst ab dem nächsten Jahr mit einem Monatsbruttogehalt von 4.950 EUR oder mehr in die Privatwirtschaft einsteigen. Bislang waren es 4.800 EUR. Jeder, dessen Gehalt an dieser Schwelle liegt, täte gut daran, in diesem Jahr zu prüfen, ob der Umstieg auf eine Privatkrankenversicherung für ihn oder sie interessanter sein könnte.

Der Grund dafür ist, dass auch die so genannten Beitragsbemessungsgrenzen für die GKV angeglichen werden. Unbedenklich klingend, heißt im Klartext: Bislang wurden Krankenkassenbeiträge auf Einnahmen von bis zu 52.200 EUR berechnet und der restliche Teil bleibt kostenlos. Zukünftig wird die Höchstgrenze 53.100 EUR betragen. So erhöht sich für alle, die mehr als 52.200 EUR einnehmen.

Ab dem 1. Januar 2018 wird die westliche Festsetzungsgrenze auf EUR 77.000 erhöht, was EUR 6.500 pro Kalendermonat bedeutet. Im Osten Deutschlands gelten 2018 die Beitragsbemessungsgrenzen von 5.800 EUR pro Tag und 69.600 EUR pro Jahr. Noch muss die geltende Verordnug für 2018 vom Bund verabschiedet werden, aber Fachleute erwarten keine weiteren Veränderungen.

In der GKV ist der Beitragssatz abhängig von der Einkunftshöhe. Im Falle der Privatkrankenversicherung richtet sich die Prämie ausschließlich nach dem Einzelrisiko. So können bei einem hohen Gehalt und in jungem Alter die Beitragssätze zur PKV oft deutlich unter den Beiträgen zur GKV liegen - trotz der allgemein verbesserten Vorsorge.

Das Gleiche trifft zu, wenn die Einnahmen steigen. Danach erhöht sich der Beitragssatz zur GKV mindestens bis zur aktuellen Einkommensgrenze von 52.200 EUR pro Jahr und Jahr ("ab 2017"). Dagegen wird die Privatkrankenversicherung mit steigenden Einnahmen nicht teurer. Fällt dagegen das Entgelt nach einem Arbeitsplatzwechsel oder wird die Versicherten arbeitsunfähig, wird der Beitragssatz zur GKV mitgerechnet.

Dagegen sind bei der Privatkrankenversicherung nach wie vor die Vollbeiträge ausstehend. Aus wirtschaftlichen Erwägungen zahlen die Krankenkassen immer weniger für die Behandlung - trotz der ständig steigenden Prämien. In der Privatkrankenversicherung dagegen ist jede Dienstleistung im jeweiligen Tarife bis ins letzte Detail reguliert und der Versicherungsgeber darf diese Bedingungen nicht verändern.

So kann sich der Patient darauf stützen, dass die Krankenkasse das Individuelle und Vertragliche bezahlt, ungeachtet des jeweiligen Umfelds. Wer jedoch den Umstieg auf die Privatkrankenversicherung in Betracht zieht, muss wissen, dass das Themengebiet komplex ist und viele Gesichtspunkte zu berücksicht.

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