Mindestbeitrag Krankenversicherung Selbständige

Minimaler Krankenversicherungsbeitrag für Selbständige

auf den individuellen Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse selbst festlegt. Lediglich bei Neugründungen oder in Härtefällen rechnet die Krankenkasse mit einem Minderwert. Der Mindestbeitrag basiert auf diesem Wert. Die Beiträge für Selbständige, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Häufig wurde versprochen, die Entlastung der freiwillig gesetzlich versicherten Selbstständigen - jetzt kommt sie.

Krankenversicherungsbeitrag wird wieder zur Parität.

Seit dem 1.1.2019 sollen Arbeitgebende und Arbeitnehmende wieder gleiche Beiträge an die gesetzliche Krankenversicherung zahlen. Der zusätzliche Betrag, den bisher nur die Versicherungsnehmer zu zahlen hatten, wird dann ebenfalls gleichberechtigt errechnet. Beibehalten wird der pauschale, gleichberechtigt zu finanzierende Satz für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) von 14,6 vH. Ziel des Gesetzes ist es, die Belastung der Geber um rund acht Mrd. EUR pro Jahr zu senken.

Auch für kleine Selbständige, die sich im GKV-System absichern wollen, will der Versicherer Entlastung bringen. Ab 2019 soll der Mindestbeitrag für Selbständige auf rund 171 EUR monatlich um die Hälfte gesenkt werden. Gleichzeitig sollen die GKV so genannten "unklaren Mitgliedschaften" beendet werden. Zukünftig sind die Kassen gezwungen, die Zugehörigkeit solcher "passiver" Versicherter zu kündigen.

Dies war bisher nur möglich, wenn eine freiwillige versicherte Person, wie z.B. ein Selbständiger, ihren Rücktritt von der Krankenversicherung erklärt hat. Ab 2019 haben die ehemaligen Berufssoldaten der Wehrmacht ein gemeinsames Recht auf Beitritt zum SHI-System. Er hat das Recht, der freien GKV beizutreten und erhält einen Beitrag, der nach Ablauf der Betriebszugehörigkeit anstelle des Zuschusses ausgezahlt wird.

Ab 2020 sollen Krankenversicherungen mit hoher Rücklage gezwungen sein, ihre finanziellen Reserven zu reduzieren. Danach dürfen die Reserven in Zukunft den Aufwand von einem Monat nicht aufheben. Daher müssen die Krankenversicherungen ab 2020 die Beitragsüberschüsse innerhalb von drei Jahren reduzieren. Diese Pflicht dient auch der Entlastungswirkung für die Versicherten: Krankenversicherungen mit einer Rücklage von mehr als einem Monat Aufwand dürfen ihren Mehrbeitrag nicht erhöhen.

Der Mindestbeitrag wird von 423 auf 188 EUR pro Kalendermonat erhöht (

Aktualisierung: In seiner heute (27.10. 2018) veröffentlichten Kolumne SPIEGEL berichtete Hermann-Josef Tanhagen über die Reduzierung der Mindestbeiträge zum SHI-System und unseren Beitrag dazu. Wir haben sehr gute Nachrichten über das Gesetz der Gesellschaft, das (wie Sie vermutlich wissen) die Hälfte der Mindesteinkommensgrenze für Vollzeit-Eselbstständige ab dem 01.01.2019 betrifft.

Damit wird zum Jahresende der Mindestbeitrag zur Kranken- und Pflegesicherung nicht nur von 423 auf 211 EUR, sondern auf 188 EUR sinken. Zweitens wurde vorgeschlagen, dass Selbständige nicht mehr von ihrem fiktiven Gehalt in Abzug gebracht werden, wenn sie Krankengeld (ab KW 7) sowie Eltern- und Müttergeld erhalten.

Ich ( "Andreas Lutz") hatte am vergangenen Wochenende im Ausschuss des Bundestages die Gelegenheit, unsere beiden Anträge noch einmal zu erläutern. Das Gesundheitskomitee hat unsere beiden praxisnahen Ansätze akzeptiert und heute hat der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Runde das Bundesgesetz beschlossen. Nach unseren Erkenntnissen hat sich die SPD in der Großen Regierungskoalition bei der Durchsetzung unserer beiden Vorschlaege durchgesetzt.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns ganz besonders bei der SPD für ihre Hilfe bedanken! Für unsere Argumentation war die IfG-Studie, mit der wir nachweisen konnten, dass Umsatzeinbußen durch einen deutlichen Umsatzanstieg kompensiert werden können, sehr nützlich. Auch die FDP hat unsere Forderung voll unterstützt und (in außergewöhnlicher Abstimmung mit DIE LINKE) eine weitere Absenkung der Mindesteinkommensgrenze auf 450 EUR gefordert.

Es ist uns gelungen, die Zahl der Beitragszahlungen etwas mehr als zu halbieren und (wie oben beschrieben) eine existierende und unserer Meinung nach empörende Verordnung zu beseitigen, die trächtige und schwer kranke Selbständige in einer für sie besonders problematischen Lage besonders belastet hat. Bei dieser Gelegenheit möchte ich allen unseren Kolleginnen und Kollegen herzlich gratulieren, die uns mit ihrem Einsatz, ihren Kommentaren zum Inhalt, ihrer Beteiligung an unserer Umfrage und natürlich ihrer Mitunterzeichnung unserer Unterschriftensammlung unterstützen.

Mein Dank gilt auch den im BAGSV zusammengeschlossenen Vereinen, die - auch wenn ihre Mitgliedsverbände teilweise nicht selbst davon berührt wurden - unsere Forderung unterstützt haben. Mein besonderer Dank gilt meinen Kameraden Jochen Clausnitzer (BDD) und Ralf Lemster (BDÜ). Zusammen haben wir im vergangenen Jahr viel Zeit und Energie (sowie einige finanzielle Mittel) in das Gemeinschaftsziel "faire Beiträge" gesteckt.

Wir hätten es uns im vergangenen Jahr nicht träumen lassen, dass unser Einsatz so rasch zum Ergebnis wird.

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