Telemedizin in Deutschland

Die Telemedizin in Deutschland

werden in Deutschland immer häufiger in der Patientenversorgung eingesetzt. Die digitale Praxis Telemedizin hat es in Deutschland schwer. Die Telemedizin steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Sie soll zu einer guten und qualitativ hochwertigen Patientenversorgung in Deutschland beitragen. Chateau statt Wartezimmer: Telemedizin in Deutschland.

Die Telemedizin in Deutschland

26.03.2017 - Es ist nach wie vor für Ärzte untersagt, ihre Patientinnen und Kunden über das Netz zu betreuen. Ausgenommen ist Baden-Württemberg, das ist das Zentrum für Telemedizin in Deutschland. Kam ein junger Kranker früher zu ihm, läutete es nur an der Haustür, die Empfangsdame öffnete sich, guter Tag, Ihre Versicherungskarte bitte, es wird einen Augenblick dauern, setzen Sie sich.

Kommt heute ein anderer Kranker, schwingt das Handy nur für einen Moment. Eine Textnachricht wird auf dem Display angezeigt, die selbsttätig von einem PC generiert wird und nicht einmal den Namen des Patienten, sondern nur einen Kode und den Zeitraum enthält, in dem der Betroffene mit dem behandelnden Arzt gesprochen haben möchte. Als er Zeit hat, gibt Jörg Meinshausen eine Rückmeldung in sein Handy ein und klickt auf "Senden":

Dann hat sein Kranker einen Gesprächstermin, und der 64-jährige Facharzt wird sich frühzeitig an seinen Arbeitsplatz in Stuttgart begeben, das blaue Notizbuch einschalten, die Kameras justieren, Kophörer auflegen und auf den Ruf auswarten. Durchgehende Straße in Südsillenbuch, südlich von Stuttgart, auf beiden Straßenseiten stark ausgebaut, die Kanzlei von Jörg Meinshausen befindet sich direkt im Untergeschoss.

Seinen dreizehnjährigen Aufenthalt in einer Frankfurter Krankenstation hatte er, zuletzt in der Oberarzttätigkeit, dann für gut zwei Dekaden in einer Praxisgemeinschaft in der Stadt. Es gab alles, Menschen mit hohem Blutdruck, Nierenkrankheiten, Rheumatismus und immer wieder Krankheiten. Es genügte ihm vor zwei Jahren, meinshausener trat zurück und gründete eine Privatkanzlei am Rande der Stadt.

Es werden nur wenige Patientinnen und Patientinnen, wenige Terminvereinbarungen pro Tag, insbesondere privat versicherte Patientinnen und Patientinnen, akzeptiert. Jörg meinshausens Patientinnen und Patientinnen werden seit Anfang des Jahres monatlich nur noch im Internet betreut, mit Video-Telefonie, die sie mit ihm verbindet. Der promovierte Mediziner, Internist, Neuling und Hämatologe steht auch in diesem Jahr wieder an vorderster Front in der wohl letzen Phase seiner langjährigen Laufbahn.

Würden Mediziner ihre Patientinnen und Mediziner über das Netz versorgen, wenn sie über Smartphones Erkrankungen identifizieren und Verschreibungen schreiben können, wenn sie erkältet oder fiebrig sind, müßten die Menschen nachher nicht mehr Meilen zu ihrem Familienarzt im Ort oder für ein Neuverschreibung an einen Facharzt in der nächst größeren Ortschaft zurücklegen, sie konnten zu der Zeit zu Fuß, im Schlafengehen oder auf der Ausziehcouch sitzen, nur um ihr Wohnhaus zu verlasten, wenn es etwas Schweres oder etwas ist, mit dem der Mediziner nicht zurecht kommt.

Das stellen sich die Verfechter der Fernversorgung vor, nicht zuletzt, weil der Mangel an ländlichen Ärzten eines der dringlichsten Gesundheitsprobleme dieser Wahlperiode ist. Die Optimierer glauben, dass die Fernversorgung auch deshalb Menschenleben retten könnte, weil die Notaufnahme der Krankenhäuser nicht mehr mit trivialen Fällen überladen wäre, weil sich die Klinikärzte um die eigentlichen Notsituationen kuemmern koennten.

In Deutschland ist die Realität der Krankenversorgung eine andere als die der alten und nicht die der digitalen Teil. Weil das, was Jörg Meinshausen in Stuttgart macht, nämlich die Beratung und Behandlung von Patientinnen und Patienten über das Netz, nahezu flächendeckend in Deutschland untersagt ist - zumindestens noch. Die Ärztin muss ihren Pflegebedürftigen vor sich haben, das ist es, was das Heilberuferecht verlangt.

Im zweiten Teil ( "Verpflichtungen gegenüber Patienten"), im siebten Teil ("Behandlungsgrundsätze und Verhaltensregeln"), im vierten Teil des Verhaltenskodex steht: "Ärzte dürfen keine einzelne medizinische Versorgung, namentlich auch keine Beratungsleistungen, ausschliesslich über Print- und Kommunikationsmittel durchführt. "Ärzten ist es nicht gestattet, eine einzelne medizinische Versorgung, vor allem eine Konsultation, nur über Print- und Kommunikationsmittel durchzuführen.

"Modellberufsordnung der Ärztekammer, 2, "Pflichten gegenüber Patienten", 7, 4, "Behandlungsgrundsätze und Verhaltensregeln" Zumindest einmal müssen sie ihre Betroffenen nicht nur über einen Monitor sehen, d.h. wirklich vor ihnen haben. Diese strenge Vorschrift haben alle Ärztekammern in Deutschland verabschiedet, die für die Gestaltung des Standesrechts in Deutschland zuständig sind, nur eine hat sie nicht: die Landesärztekammer in Baden-Württemberg.

"â??Dieser Spruch ist die Arbeitsvorlage von Jörg Meinshausen und einigen seiner Mitstreiter. In Baden-Württemberg registrierte Versicherte von zwei Privatkassen können seit Anfang des Jahres über eine Handy-Applikation mit einem Hausarzt telefonieren, wenn sie sich erkranken. Jörg Meinshausen eröffnet im Buch das vor ihm liegende Notizbuch und eröffnet einen Tisch.

Es wird angezeigt, welche Patientinnen und Probanden er in den letzten Tagen über die Online-Plattform betreut hat. "Der Doktor muss genau fragen, die Sache beurteilen und eine Empfehlungsschreiben aussprechen. Aber es gibt Einschränkungen für die Fernversorgung, auch schmale sind es. Am Tag vor Meinshausen war ein 17-jähriger Junge am Telefon, der seine Kopfweh nicht mehr wahrnahm.

Meinshausen hätte nun dem Heranwachsenden etwas Blutentnahme entnommen und an das Versuchshaus weitergeleitet, sein Druckmessgerät entnommen, die Stulpe um den oberen Arm des Jünglings geschoben, hochgepumpt und mit dem Stereoskop mitbekommen, wie das Wasser bei sinkendem Blutdruck allmählich wieder durch die Venen gepresst wird.

Beide können nicht über das Netz erfolgen. So hatte er dem jugendlichen Mann empfohlen, einen festen Mitarbeiter in seiner NÃ??he zu besuchen. Die Meinshäuser wissen nicht, was aus ihm geworden ist, ob die Kopfweh überwunden ist. Wendelstraße, eng ansteigend, auf der rechten Straßenseite ein Funktionsgebäude aus Ziegel und Gläsern, im oberen Stockwerk das Sekretariat von Ulrich Clever, 66, Staatsärztepräsident, Architekt in Deutschland.

Seit vielen Jahren arbeitet Clever an der Fragestellung, wie man das revolutionäre Medium des Internets für die Ambulanz von Patientinnen im SÃ??dwesten nutzte. In Freiburg hatte der Gynäkologe seit vielen Jahren eine eigene Arztpraxis, und Clever war immer davon Ã?berzeugt, dass ein Doktor seine Patientinnen mit eigenen Ã-ffnungen behandeln muss.

Aber in Baden-Württemberg ist es für einen Mann wie ihn unvorstellbar, nicht zu bemerken, was seit langem im oft so viel liberaleren und liberaleren Umfeld als in der BRD getan wird. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Basel, gleich hinter der Landesgrenze, seit Jahren Marktleader für Telemedizin in der Schweiz und nach eigenen Aussagen Träger des grössten telemedizinischen Call Centers Europas.

Die Fernversorgung ist in der Schweiz Teil der Basisversorgung, der Video-Chat ist fast gleichbedeutend mit dem Hausarztbesuch, und durchschnittlich 2500 Patientinnen und Kunden telefonieren jeden Tag im Unternehemen. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Ärztinnen und Ärzteschaften aus Baden-Württemberg hinzu, sie taten dies auf der Seite, die Schweizerinnen und Bürger bezahlten gut, und die Staatsärztekammer in Stuttgart hatte plötzlich ein Ärgernis.

Weil die Fernversorgung bisher untersagt war und wenn es so bleiben würde, "würden unsere Ärzte ein Geschäftsgebiet verlieren", sagt Clever. "â??Ich habe in dieser Zeit viel gelerntâ??, sagt Clever, "vor allem, dass das Netz nicht zwangslÃ?ufig eine Bedrohung fÃ?r das VertrauensverhÃ?ltnis zwischen Ãrztin und Patientin darstellt. Es gibt noch einen anderen: "Die Fernwartung ist eine weitere Gesellschaftsform des Arztes.

Baden-Württemberg ist vielleicht nicht mehr das Land in Deutschland, in dem Mediziner aus der Ferne diagnostizieren und verschreiben können. In Erfurt kommen anfangs Maerz Delegierte aller Landesaerztekammern zum Tag der Aerzte zusammen. Es ist durchaus denkbar, dass es eine mehrheitlich befürwortete Reform der Musterberufsregelungen zugunsten der Fernbetreuung gibt, unterstützt von den fortschrittlichen Bundesländern Bayern, Schleswig-Holstein und - natürlich - Baden-Württemberg.

Dabei ging es darum, "die Gefahren der Fernversorgung unter medizinischer Eigenverantwortung im Einzelnen richtig zu bewerten, um die Möglichkeiten der Fernversorgung vernünftig ausnutzen zu können ", lautete die Entscheidungsbegründung. In der Telemedizin fürchten die Kontrahenten, dass die Diagnosequalität abnehmen könnte und dass das Kommunikationsverhalten zwischen Ärztin und Patienten nicht geheim bleiben würde, wenn es Häckern gelingen würde, sich mit der Computersoftware zu verbinden.

Das Koalitionsverhältnis zwischen CDU/CSU und SPD enthält nur einen einzigen Passus zum Thema: "Die Nutzung und Abrechnungsfähigkeit von telemedizinischen Diensten soll ausgeweitet werden. Sie sieht vor, dass die Apotheke nur dann rezeptpflichtige Arzneimittel liefern darf, wenn das Arzneimittel nach persönlichem Gespräch zwischen Ärztin und Patientin ausgegeben wurde; nur in "begründeten Ausnahmefällen" kann davon abgewichen werden.

Mit der Verordnung würde die Telemedizin verlangsamt, sagten sie damals. In jedem Fall geht das Landessozialministerium Stuttgart davon aus, dass die exklusive Fernbetreuung eine solche Ausnahmeregelung darstellt. Die Teleklinik München, eine Hauptstrasse unweit der Teresienwiese, befindet sich in einem Graublock, das Start-up ist heute das technologische Herzstück der fernmedizinischen Versorgung in Deutschland.

Möchte ein privater Patient von Debeka oder Barmenia im Zuge des Baden-Württembergischen Modellprojektes mit einem Doktor reden, so ist zunächst Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Haus aufzunehmen, und wenn der Stuttgarter Internetiker Jörg Meinshausen eine SMS mit einer Terminanfrage an seinem Handy erhält, wurde sie hierher geschickt. In der Teleklinik gibt es rund 200 Mediziner in der Karteikarte, viele außerhalb Baden-Württembergs, aber sie dürfen nur raten, keine Diagnose machen und schon gar keine Verschreibungen ausstellen.

In zwei Etagen bearbeiten die Programmer die Anwendungen für Patient und Mediziner, und die Technik sorgt dafür, dass alles reibungslos abläuft. Eine geschulte Pflegekraft steht dort und erwartet die Patientinnen, zwischen fünf und 15 Mal am Tag. Für andere Anforderungen erstellt der Mitarbeiter eine Übersicht für den Mediziner und selektiert den Kreis der Teilnehmer, an die die Terminanforderung geschickt werden soll.

Die Kontaktaufnahme zum Patient sollte meistens noch am gleichen Tag erfolgen, manchmal werden vom Münchener Zentrum aus nur Hausärzte auf den Patient angewendet, manchmal nur gewisse andere Spezialisten, manchmal alle. Es muss kurz sein, sagt Jörg Meinshausen, in jedem zweiten Falle will er akzeptieren, er ist zu nachsichtig. Die Gebühr für die Fernwartung an Werktagen beträgt 20 EUR, ungeachtet der Dauer des Interviews.

Der Google-Suchmotor liefert zwar rasch Resultate, ist aber aus professioneller Sicht nicht gut; praktizierende Mediziner sind dafür qualifiziert, aber Sie benötigen einen Voranmeldung. Vor drei Jahren wurde die Vorstellung geboren, beide gleichzeitig anbieten zu können, und das Unternehmen hat heute 25 Beschäftigte. Das Musterprojekt mit den beiden PKVs lief seit Anfang des Jahres, aber es soll keine genauen Angaben geben: "Lange Zeit waren die Signale in Deutschland gegen uns", sagt Reinhard Meier, 39, einer der Mitbegründer.

Der bei der Landesärztekammer Stuttgart registrierte Röntgenarzt hat es dem Start-up-Unternehmen mit Hauptsitz in der bayrischen Hauptstadt ermöglicht, den Auftrag für das Pilotprojekt in Baden-Württemberg zu erhalten. Vor drei Jahren änderte sich die Laune, und dann ging es ganz unerwartet sehr zügig.

Sie kennen natürlich die Möglichkeiten der Fernwartung, sagt Meier, wenn ein Betroffener schwere Magenschmerzen hat, dann muss der Doktor pressen, muss spüren, wo es wehtut, das ist auf dem Monitor nicht möglich. Bei den meisten Erkältungen ist dies anders, aber auch in der Pädiatrie, wenn ein Elternteil eine schnelle Beurteilung haben möchte, ob er das Baby zu einem Hausarzt bringen muss.

"Die Krankenkassen zahlen jede der 72 Mio. Versicherungsnehmer für die Fernversorgung. Jeder, der in Deutschland zum Regelversorgungssystem gehört, hat es erreicht, und Teleclinic ist diesem Anspruch gerade einen Schritt näher gekommen. Zurück in Stuttgart, dieses Mal in Mohringen, etwas weiter im Süden als die Landkreise Suldenbuch und Deuterloch.

In der Kassenärztlichen Gemeinschaft, die sich in unmittelbarer Nähe der Stadtbahn befindet, sind alle 22.000 zugelassenen Mediziner und Therapeuten des Landes vereint. Waehrend sich die Kammer um das Bildungs- und Arbeitsrecht kuemmert, die Verbaende das Gelder ausgeben, es fliesst von den Kassen ueber sie zu den Aerzten, es sind grosse Rechnermaschinen, was sie kraftvoll und selbstbewuessig macht.

Dafür hat ihnen der Bundesgesetzgeber die so genannte Garantieverordnung erlassen, d.h. sie müssen sicherstellen, dass jeder Versicherungsnehmer in Deutschland von einem Hausarzt in der Nähe seines Wohnortes und so schnell wie möglich betreut wird. Johannes Fechner,66 Jahre alt, Medizinstudent in Freiburg, Allgemeinmediziner, erhält seit langem eine eigene Ordination, seit sieben Jahren ist er hier Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden und als solcher für die Telemedizin zuständig, konkret: für das Forschungsprojekt "DocDirect".

Dies ist das zweite große Modellprojekt für die Fernbetreuung in Baden-Württemberg, aber wieder einmal ist Teleklinik der Kooperationspartner, aber dieses Mal geht es nicht um einige wenige privat vermittelte Patienten, sondern um die große Zahl der von der Krankenkasse abgedeckten Patienten. In den beiden Bezirken Stuttgart und Tüttlingen können die gesetzlichen Versicherten zunächst einen Teledoktor aufsuchen, anderthalb Milliarden EUR wurden von den Kassen eingebracht.

"Teleclinic bietet dieses Mal nur die fachliche Grundlage, d.h. die Applikation, mit der Mediziner und Patientinnen und Patienten per Video-Chat sprechen und Fotos tauschen können, nicht aber das Team, wie im Fall des Projekts mit Privatpatientinnen und -patienten. Patientenanrufe beantworten, Notfälle einschätzen, Arztzusammenfassungen verfassen, Terminanfragen senden.

Die Ärzteschaft kann für die Fernversorgung je 25 EUR berechnen, ohne ihr restliches Budgetvolumen für die Versorgung der Patientinnen und Patientinnen in der Praxissituation zu reduzieren. In der Telemedizin verspricht sich Fechner ein großes Potential; er ist überzeugt, dass sie die Kliniken entlastet und den Patientinnen und Patienten in ländlichen Gebieten hilft.

Es gibt nur eine Sache, in Stuttgart haben Sie keine Vorstellung, wie viele Patienten bald angerufen werden. Wenn uns entweder kaum jemand kontaktiert, obwohl er eine eigene Anzeigenkampagne für "DocDirect" hat, dann wird sich das Vorhaben rasch nicht mehr auf Stuttgart und Tüttlingen konzentrieren, sondern auf das ganze Bundesland ausgedehnt werden.

Mehr zum Thema