Verwaltungskosten Krankenkassen

Administrative Kosten der Krankenkassen

Die Verwaltungskosten in Prozent der GKV-Prämieneinnahmen. Administrative Kosten: Auch die Krankenkassen sollten sparen. Verwaltungskostenunterschiede zwischen den Krankenkassen. In der Rangliste sind erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Krankenkassen zu erkennen. Administrative Kosten der Krankenkassen auf Rekordniveau.

dpa-Artikel.

Verwaltungsaufwand 2017

Die Verwaltungsapparate der schweizerischen Krankenkassen kosten einiges. Nach den neuesten Angaben des Bundesamtes für Gesundheitswesen (BAG) beliefen sich die Verwaltungskosten (Betriebskosten) allein für die Krankenkasse im Jahr 2016 auf rund 1,4 Mia. CHF. Die Gesamtprämie betrug zum einen rund CHF 28'686 Mia. Mit rund 73% stellt der Personalaufwand den größten Teil der Verwaltungskosten in der Erstversicherung.

Die Verwaltungskosten hat ch auf der Grundlage der neuesten Angaben des Bundesamtes für Gesundheitswesen (BAG) und der Schweizerischen Eidgenossenschaft für Finanzmarktregulierung (FINMA) geprüft. Das Ergebnis: Die Auszahlungen für Akquisitionsprovisionen für Ergänzungsversicherungen sind überraschend hoch. Im Jahr 2016 beliefen sich die Kommissionen an eigene und externe Mitarbeitende in der Basisversicherung auf rund 33 Mio. CHF, was "nur" rund 2,4% der Gesamtverwaltungskosten der Basisversicherung ausmacht.

Mit rund 56 Mio. Kommissionen ( "inklusive Eigenpersonalprovisionen ") für 2016 weist die vom BAG abgedeckte Zusatzversicherung dagegen einen signifikant erhöhten Mehrwert auf. Die Kommissionen machen zusammen 25,6% der Verwaltungskosten im Rahmen der Zusatzversicherung aus, die vom BAG überwacht werden. Die meisten grossen Zusatzversicherer sind jedoch überhaupt nicht durch das BAG abgedeckt.

Gemäss FINMA gaben die Krankenversicherer im Jahr 2016 gesamthaft CHF 428 Mio. für Versicherungsprämien aus, die von Brokern und Vermittlern bezahlt wurden, was rund 29% der gesamten Verwaltungskosten (rund CHF 1,46 Mrd.) entspricht. Gemäss FINMA sind die Kommissionen in Helsana mit rund CHF 106 Mio. am grössten (für alle anderen Aufträge als die Grundversicherung).

Für einige Krankenversicherer machen die Gebühren gar rund die Hälfe der Gesamtverwaltungskosten des ZUS-Geschäfts aus. Ein Beispiel ist die Assura-Versicherungsgesellschaft, für die die Abschlusskosten im Jahr 2016 22,8 Mio. CHF beliefen (mit Gesamtverwaltungskosten für die Zusatzversicherung in der Größenordnung von 47,8 Mio. CHF). Die Krankenversicherer zahlten 2016 gesamthaft mehr als eine halben Milliarden Schweizer Franken an Akquisitionsprovisionen aus.

Lediglich CHF 33 Mio. davon sind auf die Basisversicherung zurückzuführen. Die Abgrenzung von Grund- und Ergänzungsversicherung ist in der Praxis der Beratung jedoch oft nicht streng. Die Krankenkassen bezahlen für die Ergänzungsversicherung oft sehr hoch angesetzte Abschlusskommissionen, die weit mehr als 1000 CHF pro Kontrakt ausmachen können. Die Problematik: Ergänzungsversicherungen werden oft von Maklern und Maklern mit unzutreffenden Zusagen an die Verbraucher verkauft, um die hochprozentigen Gebühren zu erhalten.

Neben den anderen Vermittlungsprovisionen erhält der Makler weitere Boni für ein bestimmtes vermittelte Versicherungsvolumen. Nach den aktuellen BAG-Zahlen gaben die Krankenkassen 2016 47 Mio. CHF für Werbeausgaben in der Basisversicherung aus, was rund 3,5% der Gesamtverwaltungskosten entspricht. In den Jahren 2015 und 2014 waren es rund 56 Mio. CHF pro Jahr.

Nach Angaben der BAG machen die Ergänzungsversicherungen rund 9,8 Mio. CHF Werbeaufwand aus - obwohl dies nur die Zahl von 13 Ergänzungsversicherungen ist. Den grössten Teil der Werbekosten entfallen auf Ergänzungsversicherungen, die nicht dem BAG (sondern der FINMA) unterstellt sind. Die Krankenkassen können den Zusatzversicherern im Zweifelsfalle Vertriebs- und Provisionsaufwendungen in Rechnung stellen, was weniger politiksensibel ist als bei der Basisversiche rung.

In der Pflichtversicherung umfassen die Verwaltungskosten alle betrieblichen Aufwendungen, einschließlich Personal-, Provisions- und Werbekosten. Der durchschnittliche Administrationsaufwand pro Versicherten für die Grundversorgung betrug 2016 CHF 163. Im Jahr 2015 waren es CHF 169, im Jahr 2014 CHF 166, im Jahr 2013 CHF 159 und im Jahr 2012 CHF 153 (siehe folgende Übersicht in den Erläuterungen).

Im Jahr 2016 waren die Verwaltungskosten pro Versicherten bei der Krankenversicherung Luzern-Hinterland (87 Franken) am geringsten, vor Sanagate (90 Franken),ana24 ( "94 Franken") und der Krankenversicherung Summewalder (96 Franken). Mit 383 Francs war dieser Betrag bei der Ingenbohl-Krankenkasse am größten. Ein weiterer Indikator ist das Quotient aus Verwaltungskosten (zuzüglich Abschreibungen) und Beiträgen (abzüglich Risikokompensation).

Visana verzeichnete 2016 mit 91% den niedrigsten Umsatz, es folgten mit 21% die Marke Visana, mit 21% die Marke Visana und mit 31% die Marke Visana die Marke Klinkasse Luzern Hintergrund mit 3,31% und CSS mit 3,39%. Die gewichtete Durchschnittsquote pro Provider belief sich im Jahr 2016 auf 5,21%. Diese Zahl belief sich auf 5,46% im Jahr 2015, 5,69% im Jahr 2014, 5,62% im Jahr 2013 und 5,68% im Jahr 2012.

Möchten Sie eine tabellarische Auflistung ( "PDF") der Verwaltungskosten der schweizerischen Grundversicherungen, können Sie sich diese hier kostenfrei zusenden nachholen.

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